01. » Die Spur aus Zeitstaub
Als der Frostkristall verschwindet, geraten Fenja und Arvid in ein unerwartetes Abenteuer, das die Existenz des winterlichen Zeit-Zuges bedroht.
Als der Frostkristall verschwindet, geraten Fenja und Arvid in ein unerwartetes Abenteuer, das die Existenz des winterlichen Zeit-Zuges bedroht.
Der Zug bringt Fenja und Arvid zu einem Kreuzstein voller vergessener Wünsche. Dort entdecken sie die Windpost - Botschaften ohne Absender, die nur darauf warten, von stillem Mut und winterlicher Magie berührt zu werden.
Als der alte Wichtel Heinrich mitten im kalten Dezember die ferne Poststation vorbereitet, gerät sein geheimer Auftrag ins Wanken, als der magische Zug viel zu früh eintrifft.
Fini erfüllt sich ihren größten Traum: Endlich darf sie mit dem magischen Zug auf Reisen gehen. Doch zwischen Vorfreude, Nervosität und den ersten Begegnungen mit der bunt zusammengewürfelten Crew merkt sie schnell, dass Abenteuer nicht nur draußen warten, sondern auch im Inneren des Zuges beginnen.
Als der Zug in die gefährlichen Jullande einfährt, wird Mechaniker Hiron Zeuge einer unheimlichen Bedrohung: der legendären Julkatze. Inmitten von Chaos, Panik und berstendem Holz kämpft er darum, einen jungen Wichtel vor dem gefräßigen Schatten zu retten. Eine atemlose Nacht, in der Mut und ein einfaches Halstuch über Leben und Tod entscheiden.
Nach einer Nacht voller Schrecken müssen Myria und Renan dem ramponierten Zug wieder auf die Beine helfen, doch die Stille um sie herum wirkt beunruhigend, als könnte das gefährliche Wesen jederzeit zurückkehren. Während Schrauben ersetzt und verbogene Metallplatten gerichtet werden, kämpft Myria nicht nur mit dem Schaden, sondern auch mit ihrer eigenen Angst.
Aris versucht nach seinem Unfall wieder in den Alltag des Zuges zurückzufinden, doch an der nächsten Poststation erwartet ihn ein neues Rätsel: Mehrere Briefsäcke sind auf mysteriöse Weise verschwunden. Die Beschreibung des Diebes deutet auf düstere Weihnachtskobolde hin: die berüchtigten Kallikantzaroi. Gemeinsam mit einem mutigen Suchtrupp macht sich Aris auf, die verlorenen Wünsche der Kinder zurückzuholen.
In einer stinkenden, dunklen Höhle stoßen Aris und sein Rettungstrupp nicht nur auf die fehlenden Briefe, sondern auch auf eine ganze Horde gefährlicher Kallikantzaroi. Ein verzweifelter Kampf entbrennt, bei dem Aris all seinen Mut und Einfallsreichtum aufbringen muss, um lebend zu entkommen.
Die Fahrt scheint ruhig zu verlaufen, bis der Zug abrupt in einen unheilvollen Chaoswald gerät - einen Ort, der selbst die erfahrenen Wichtel erzittern lässt. Für Neuling Emil beginnt eine Prüfung, die er sich nie hätte vorstellen können: Zeitfresser, Schattenwölfe und eine Dunkelheit, die selbst Laternen verschluckt.
Während Emil und Clara die Schäden des Chaoswaldes prüfen, erkennen sie zu spät, dass sich ein Zeitfresser als einer von ihnen eingeschlichen hat. In einem Wettlauf ums Überleben müssen sie nicht nur dem Gestaltwandler entkommen, sondern sich auch gegen die letzten Wölfe behaupten, die den Zug verfolgt haben.
Als der Zug die Ströme der flüssigen Zeit erreicht, lockt eine betörende Sirenenmelodie die gesamte Besatzung in eine gefährliche Trance. Nur Brendel, geschützt durch selbstgebastelte Ohrstöpsel, erkennt die tödliche Gefahr und kämpft darum, seine Freunde vor dem Sog der Zeit zu retten.
Als der Wichtelzug die gefährlich dünnen Wände der Zwischenwelt passiert, reißt ein Zeitloch auf und bringt die gesamte Fracht in Gefahr. In einem Kampf gegen Wind, Chaos und die Zeit selbst verlieren die Wichtel einen einzigen Brief und damit einen Wunsch, der nun in einer fremden Epoche gelandet ist.
Ein verlorener Brief taucht 1978 in den Händen eines Jungen auf und löst eine Kette von Staunen, Rätseln und Erkenntnissen aus. Erst ein geheimer Wichtel-Gelehrter erkennt die Wahrheit: Die magische Post hat ihren Weg durch ein Zeitloch gefunden und nun endlich zurück zu ihrem Zug.
Beim gefährlichen Überqueren des Zeitmeeres vergisst Finno ausgerechnet die wichtigste Schutzmaßnahme: den goldenen Staub, der die Lok vor dem Altern bewahrt. Während der Zug droht zu zerfallen und das Meer selbst nach dem Metall greift, wagt Finno einen verzweifelten Einsatz auf dem Dach der Lok und bezahlt beinahe mit seiner eigenen Zeit.
Auf der Suche nach Schutz vor dem Regen entdeckt Jonas eine scheinbar verlassene Briefstation – doch ein uraltes Buch voller Magie offenbart ihm, dass ihr Wächter verschüttet im Wald um Hilfe ringt. Mutig folgt der Junge den leuchtenden Spuren, befreit den gefangenen Wichtel Rilko und hilft, die Station im allerletzten Moment wieder zum Leben zu erwecken.
Als die junge Lunara heimlich im Weihnachtszug erwacht, ahnt niemand, dass sie mehr ist als ein blinder Passagier. Die neugierige Ausreißerin begegnet der herzlichen Postbotin Briea, entdeckt die Magie der mobilen Poststation und offenbart schließlich ihren sehnlichsten Wunsch: eine eigene
An Lucias vier Laternen sammeln die Wichtel hauchdünne Wunschzettel ein, die ihre Botschaften erst im warmen Schein des Lichts offenbaren. Zwischen leisen Worten wie „Mut“, „Licht“ und „Dass Papa wieder lacht“ entdeckt Fini zum ersten Mal die stille, zarte Seite der Weihnachtsmission.
Im Dorf des Julbocks bergen die Wichtel die kleinen Strohzettel voller Wünsche, die zwischen den Halmen verborgen wurden – manche schlicht, manche schwer, manche liebevoll zusammengebunden. Während sie den alten Bock sorgfältig wieder herrichten, offenbart jeder Zettel ein Stück Hoffnung der Menschen, die ihn gefüllt haben.
In einer Stadt, in der nur gesammelt werden darf, wenn alle Glocken gleichzeitig schweigen, müssen Peri, Kari und Tain die seltene „gemeinsame Ruhe“ abpassen. Erst im vollkommenen Stillstand enthüllen die Zettel aus der Turmkammer ihre Wünsche.
Als der Zug den gefährlichen Gebirgspass erreicht, endet die Strecke abrupt: Die Schienen sind verschwunden, der Vorsprung abgerutscht und die Schlucht droht, ihre Fahrt zu verschlingen. Yuros rätselhafter Traum deutet den einzigen möglichen Weg, doch er führt über einen einsamen, eisigen Baum, der sich über den Abgrund spannt.
Yasin wagt die gefährliche Kletterpartie über die Schlucht – im eisigen Wind, auf einem Stamm schwebend, der jeden Moment nachgeben könnte. Auf der anderen Seite trifft sie jedoch keine Bedrohung, sondern einen jungen Berggeist, der nur möchte, dass sein Wunschzettel gehört wird.
Tain wird zur einsamen Waldstation geschickt - einem Ort, von dem die Wichtel flüstern und den sie lieber meiden. Doch statt eines schrecklichen Wächters trifft sie auf Heribert, einen sanften Bergtroll, der sich nach nichts mehr sehnt als nach ein wenig Gesellschaft.
Arvid darf endlich zu seinem Lieblingshalt: In der Stadt der vielen Schornsteine sammeln die Wichtel die Briefe für Olentzero ein, den baskischen Gabenbringer, der nach Rauch und Kastanien duftet und seine Post traditionell am Kamin erhält. Fenja, Nora und Arvid steigen über Dächer, trocknen feuchte Zettel am warmen Rauch und hören Geschichten, die von Sternen, Riesen und alten Bräuchen erzählen.
Nach der letzten Verteilstelle kehrt der Zug in jene zeitlose Ebene zurück, in der alles begann – und sich nun verwandelt: Der Weihnachtszug legt seine Gestalt ab, wird zum Schlitten, und die weiße Weite offenbart sich als wahrer Nordpol. Während die Helfer ein letztes Mal Abschied nehmen, erhebt sich der Schlitten mit dem alten Mann in die Nacht und hinterlässt eine Spur aus Licht.